Kognitive Testprofile bei ME/CFS und Multipler Sklerose verglichen
Evidenzstufen verständlich erklärt
höher
im jeweiligen Kontext vergleichsweise belastbar; die genannten Aussagegrenzen gelten weiter
mittel
relevante Hinweise mit erkennbaren Einschränkungen
vorläufig
frühe oder noch nicht ausreichend bestätigte Hinweise
Kontext
Leitlinien-, Register-, Versorgungs- oder Hintergrundinformation; keine eigene Wirksamkeitsstufe
Die Stufe ist eine redaktionelle Einordnung, kein Behandlungsvotum.
Original veröffentlicht: · Evidenz: vorläufig · Einordnung: offen
Kognitive Testprofile bei ME/CFS und Multipler Sklerose verglichen
Originaltitel: Comparative Study Between Cognitive Phenotypes of Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome and Multiple Sclerosis
Eine vergleichende Studie mit 40 Personen mit ME/CFS und 40 Personen mit Multipler Sklerose untersuchte kognitive Funktionen. Beide Gruppen zeigten unter anderem Einschränkungen beim Abruf episodischer Erinnerungen, der visuellen selektiven Aufmerksamkeit und der Lesegeschwindigkeit. In der ME/CFS-Gruppe war die Konsolidierungsleistung niedriger als in der Vergleichsgruppe. Die beobachteten Testleistungen korrelierten in dieser Stichprobe nicht mit Fatigue, Schmerz oder Depression. Die Befunde beschreiben Unterschiede in dieser Studienpopulation, begründen aber noch kein diagnostisches Testverfahren und keine Ursache kognitiver Beschwerden bei ME/CFS.