Original veröffentlicht: · Evidenz: mittel · Einordnung: offen
Outcomes of ME/CFS following infectious mononucleosis: seven-year follow-up of a prospective study
In einer prospektiv begonnenen Kohorte nach infektiöser Mononukleose erfüllten beim Sieben-Jahres-Follow-up 11 von 14 ursprünglich als schwer erkrankten Personen weiterhin ME/CFS-Kriterien; bei ursprünglich moderater ME/CFS waren es 7 von 23. Das beschreibt einen langfristigen Verlauf in dieser untersuchten Gruppe, nicht die Wahrscheinlichkeit für alle Menschen nach Mononukleose.
Original veröffentlicht: · Evidenz: mittel · Einordnung: offen
ICD-10 Diagnoses prior to ME/CFS diagnosis in children and young people suggest potential early diagnostic indicators
Eine deutsche retrospektive Fall-Kontroll-Analyse von Krankenkassendaten bei 6- bis 27-Jährigen untersuchte ICD-10-GM-Einträge im Jahr vor einer erstmals dokumentierten ME/CFS-Diagnose. Mehrere Codegruppen, darunter Fatigue, Schmerzstörungen und Post-COVID-19, waren bei späteren Fällen häufiger dokumentiert als bei gematchten Kontrollen. Die Befunde beschreiben Abrechnungs- und Diagnosemuster; sie sind keine diagnostischen Marker und belegen keine Ursachen.
Original veröffentlicht: · Evidenz: vorläufig · Einordnung: offen
Single-cell analysis reveals immune remodeling of monocytes, NK cells, T cell exhaustion, and Galectin-9–associated depletion of gamma delta and mucosal-associated invariant T cells in Long COVID with ME/CFS
Die Studie verglich bei Frauen etwa zwölf Monate nach bestätigter SARS-CoV-2-Infektion Long COVID mit ME/CFS mit genesenen Kontrollen mittels Einzelzell-RNA-Sequenzierung. Sie berichtet veränderte Zusammensetzungen und Genexpressionsmuster mehrerer Immunzellgruppen. Der Vergleich mit einem getrennten, öffentlich verfügbaren Datensatz zu idiopathischer ME/CFS ergab teilweise andere Muster. Dies sind vorläufige molekulare Beobachtungen und kein diagnostischer Test oder Beleg für einen Behandlungsansatz.