Preprint: Naltrexon-Studie bei postinfektiösen ME/CFS-Symptomen ohne nachgewiesenen Vorteil
Evidenzstufen verständlich erklärt
höher
im jeweiligen Kontext vergleichsweise belastbar; die genannten Aussagegrenzen gelten weiter
mittel
relevante Hinweise mit erkennbaren Einschränkungen
vorläufig
frühe oder noch nicht ausreichend bestätigte Hinweise
Kontext
Leitlinien-, Register-, Versorgungs- oder Hintergrundinformation; keine eigene Wirksamkeitsstufe
Die Stufe ist eine redaktionelle Einordnung, kein Behandlungsvotum.
Original veröffentlicht: · Evidenz: vorläufig · Einordnung: offen
Preprint: Naltrexon-Studie bei postinfektiösen ME/CFS-Symptomen ohne nachgewiesenen Vorteil
Originaltitel: Low Dose Naltrexone for Post-COVID Fatigue Syndrome: A Randomized Controlled Trial
Ein Preprint berichtet über eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 160 Erwachsenen mit post-COVID-Fatigue-Syndrom, definiert durch neu aufgetretene ME/CFS-Symptome seit mindestens drei Monaten nach SARS-CoV-2-Infektion. Nach 16 Wochen wurde für niedrig dosiertes Naltrexon gegenüber Placebo kein statistisch nachgewiesener Vorteil bei der Fatigue-Schwere berichtet. Auch bei Schmerzen, gesamter Symptombelastung, täglicher Schrittzahl und gesundheitsbezogener Lebensqualität wurden keine Unterschiede nachgewiesen. Die Ergebnisse sind vorläufig; sie belegen weder Gleichwertigkeit noch das sichere Fehlen eines Effekts. Die Sicherheitsauswertung ist im verfügbaren API-Abstract unvollständig.