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ME/CFS-Wochenbericht ·

ME/CFS-Wochenbericht vom 20. September 2026

Evidenzstufen verständlich erklärt
höher
im jeweiligen Kontext vergleichsweise belastbar; die genannten Aussagegrenzen gelten weiter
mittel
relevante Hinweise mit erkennbaren Einschränkungen
vorläufig
frühe oder noch nicht ausreichend bestätigte Hinweise
Kontext
Leitlinien-, Register-, Versorgungs- oder Hintergrundinformation; keine eigene Wirksamkeitsstufe

Die Stufe ist eine redaktionelle Einordnung, kein Behandlungsvotum.

Original veröffentlicht: · Evidenz: Kontext · Einordnung: offen

Patientenpapier fordert ganzheitliche Betrachtung bei komplexen Erkrankungen

Originaltitel: Please See the Whole Patient: A Patient Advocacy Call for Change in Neuro-EDS, Trauma, ME/CFS, and Complex Craniospinal Care.

Ein patientengeleitetes Positionspapier beschreibt Erfahrungen mit fragmentierter Versorgung, diagnostischen Verzögerungen und vorschnellen Zuschreibungen bei komplexen neurologischen und multisystemischen Erkrankungen, darunter ME/CFS. Es fordert eine individuelle, umfassende Bewertung von Krankengeschichte, Beschwerden, Befunden und möglichen Begleiterkrankungen. Das Papier trennt nach eigener Darstellung wissenschaftliche Literatur, neue Hypothesen und persönliche Erfahrung.

Originalpublikation · DOI 10.5281/zenodo.22805437 öffnen →

Original veröffentlicht: · Evidenz: vorläufig · Einordnung: offen

Kleine MRT-Studie zu Amygdala-Teilbereichen bei ME/CFS

Originaltitel: FreeSurfer-based amygdala subfield volumetry in long COVID and ME/CFS: clinical and immunological correlations

Eine prospektive MRT-Beobachtungsstudie verglich 38 Menschen mit ME/CFS, 27 mit Long COVID und 47 gesunde Kontrollpersonen. Bei ME/CFS waren einzelne Volumenunterschiede und Zusammenhänge mit Leistungsstatus sowie Immunparametern zunächst nominell auffällig. Nach Korrektur für multiples Testen blieb jedoch weder ein Gruppenunterschied noch eine Korrelation statistisch signifikant. Die Studie liefert daher keinen bestätigten bildgebenden Marker, sondern einen Ansatz für weitere Forschung.

Originalpublikation · DOI 10.3389/fneur.2026.1913553 öffnen →

Original veröffentlicht: · Evidenz: vorläufig · Einordnung: offen

Preprint berichtet sieben replizierte genomische Assoziationen bei ME/CFS

Originaltitel: Seven replicated genomic associations of myalgic encephalomyelitis/chronic fatigue syndrome: a biobank study

Ein Preprint berichtet eine genomweite Assoziationsanalyse mit 1.268 ME/CFS-Fällen aus der UK Biobank sowie zwei Replikationsanalysen mit 319 beziehungsweise 371 Fällen. Sieben Risikoloci wurden in jeweils einer der beiden Replikationskohorten erneut beobachtet; kein Locus war jedoch in allen drei Kohorten statistisch signifikant. Die Befunde liefern Ansatzpunkte für weitere Forschung, erlauben aber keine Aussage über Ursachen oder diagnostische Marker von ME/CFS.

Originalpublikation · DOI 10.64898/2026.09.09.26362115 öffnen →

Original veröffentlicht: · Evidenz: vorläufig · Einordnung: offen

Kleine Tai-Chi-Studie bei ME/CFS mit fMRT veröffentlicht

Originaltitel: Effects of Tai Chi on fatigue and resting-state brain activity in chronic fatigue syndrome: a randomized controlled fMRI study

Die peer-reviewte, randomisierte Studie untersuchte 60 Erwachsene mit nach NICE 2021 diagnostiziertem CFS/ME/CFS; 57 Personen gingen in die vollständige Auswertung ein. Nach zwölf Wochen war die Veränderung des selbstberichteten MFI-20-Fatiguewerts in der Tai-Chi-Gruppe größer als bei Gesundheitsaufklärung. Die ergänzenden fMRT-Auswertungen zeigten Gruppenunterschiede bei einem Maß spontaner Hirnaktivität (ALFF). Dies ist ein einzelner, kleiner Behandlungsversuch und kein Beleg für eine allgemeine Wirksamkeit oder Eignung der Intervention bei ME/CFS.

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