Energiemanagement als gemeinsames Verständnis
Leitlinien beschreiben Energiemanagement als flexiblen, individuell begleiteten Ansatz innerhalb der vorhandenen Energiegrenzen. Es ist keine Kur und kein festes Trainingsprogramm. Ziel ist, Überlastung und PEM besser zu verstehen und Aktivität nicht automatisch zu steigern.
Wo Entlastung ansetzen kann
Kommunikation
Kurze Absprachen, gebündelte Termine und schriftliche Informationen können die kognitive Last reduzieren.
Umgebung
Licht, Geräusche, Wege und aufrechte Zeit können relevante Belastungen sein – besonders bei schwerer Erkrankung.
Schule & Arbeit
Flexible Zeiten, angepasste Aufgaben oder zeitweise andere Formen der Teilhabe können Barrieren senken.
Versorgung
Hausbesuche, barrierearme Zugänge und eine koordinierte Ansprechperson werden in Leitlinien als wichtige Zugangsfragen beschrieben.
Reizarm und würdevoll
Schwer oder sehr schwer Betroffene können weitgehend ans Haus oder Bett gebunden sein. Information und Versorgung müssen dann mit wenig Reiz, kurzen Kontakten und möglichst geringem organisatorischem Aufwand zugänglich sein.
Unsichtbarkeit ist kein Maß für geringe Schwere. Auch kleinste Handlungen können erhebliche Energie kosten.