Eine Jugendliche ruht am Fenster, während ein Elternteil ruhig in ihrer Nähe sitzt.
Symbolbild: Nähe, Flexibilität und ein Alltag ohne zusätzlichen Leistungsdruck.
01 · Zuhören

Die eigene Stimme zählt

Kinder und Jugendliche sollen verständlich informiert, altersgerecht beteiligt und in ihren Erfahrungen ernst genommen werden. Eltern und Bezugspersonen tragen oft viel Verantwortung – die Perspektive des erkrankten jungen Menschen bleibt dabei zentral.

02 · Schule & Teilhabe

Lernen braucht flexible Bedingungen

Tempo

Unterrichtsumfang, Pausen und Kommunikationswege können an die aktuelle Belastbarkeit angepasst werden.

Verlässlichkeit

Eine feste Ansprechperson kann helfen, wiederholte Erklärungen und aufwendige Absprachen zu verringern.

Zugehörigkeit

Auch kurze Kontakte oder ein Austausch von zu Hause aus können Zugehörigkeit erhalten. Verbunden zu bleiben setzt nicht immer Anwesenheit voraus.

Absprachen überprüfen

Vereinbarungen sollten regelmäßig überprüft werden, weil sich der Gesundheitszustand und die Belastbarkeit verändern können.

03 · Angehörige

Begleiten ohne zusätzlichen Druck

Angehörige können Orientierung geben, Informationen bündeln und Grenzen gegenüber Schule, Behörden oder Umfeld erklären. Gleichzeitig dürfen auch Überforderung, Trauer und Unsicherheit der Begleitenden sichtbar sein.

Hilfreich ist, den Betroffenen zu glauben und offen für Veränderungen zu bleiben: Was heute möglich ist, muss morgen nicht möglich sein – und ein schlechter Tag sagt nicht alles über die Zukunft.

Quellen zu dieser Seite

Direkt nachlesen

FachzentrumPost-COVID und ME/CFS bei Kindern und JugendlichenCharité – Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Neurologie · geprüft 09.09.2026LeitlinieME/CFS: diagnosis and management (NG206)National Institute for Health and Care Excellence (NICE) · geprüft 09.09.2026GesundheitsinformationInformationsblatt ME/CFS und SchuleDeutsche Gesellschaft für ME/CFS mit Charité und TUM · geprüft 09.09.2026ErfahrungswissenEvidence review A: Information, education and supportNational Institute for Health and Care Excellence (NICE) · geprüft 09.09.2026
Vertiefung & Einordnung

Verstehen, was den anderen belastet

Angehörige und Erkrankte erleben dieselbe Situation aus unterschiedlichen Perspektiven. Die einen sehen unerledigte Aufgaben oder Rückzug; die anderen erleben Beschwerden und die Folgen scheinbar kleiner Anforderungen. Ein hilfreicher Ausgangspunkt ist, Beobachtungen zu beschreiben, ohne daraus mangelnden Willen oder eine sichere Prognose abzuleiten.

Aufgaben lassen sich gemeinsam verteilen: Wer hält Kontakt zur Schule, wer sammelt Unterlagen, wer übernimmt Rückfragen? Diese Beispiele zeigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und sind keine therapeutischen Vorgaben. Auch Geschwister und pflegende Angehörige dürfen eigene Bedürfnisse haben. Unterstützung muss nicht warten, bis eine Familie ihre Belastungsgrenze erreicht.

Quelle zur Vertiefung: IQWiG: Alltag und Unterstützung. Diese Einordnung dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische oder rechtliche Beratung.